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Neue Weibsbilder - neuer Feminismus

Redaktionsschluss
für Heft 174:
19. September 2021

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Inhalt der neuen Ausgabe

Hebammen & Geburt - Titelbild der aktuellen Ausgabe
Foto: Jonathan Borba, Pexels

Editorial

Hebammen & Geburt

Liebe Leser!nnen,

(iws) in diesem Heft geht es um ein traditionell weibliches Thema, das von einer männlich geprägten Zivilisation in seiner Wichtigkeit leicht übersehen oder verdrängt wird: Es geht ums Gebären und darum, dass und wie werdende Mütter dabei begleitet werden können. Die Geburt kann als heiliges Ritual begangen werden wie in Palau, einem Inselstaat, der vom Matriarchat geprägt ist. Andere Traditionen für Schwangerschaft und Geburt haben sich je nach Kultur und Örtlichkeit entwickelt, die das Wunderbare des geschenkten Lebens feiern oder Unbill abwehren sollen. Wir lernen Ärztinnen aus Darmstadt kennen, die sich im 19. Jahrhundert die Kunst der Geburtshilfe und die Erlaubnis Gebärenden helfen zu dürfen, mühsam erarbeitet haben. In unseren Recherchen sind wir auf Sparzwang, Gerätemedizin und Pflegenotstand und deren Folgen in Kliniken gestoßen, aber auch auf Ideen zur Verbesserung der Situation der Hebammen und der Geburt. Bei alledem wollten wir Frauen, die kein Kind in die Welt setzen wollen oder aufziehen können, nicht vergessen. Regelungen zur anonymen Geburt oder zur Sterilisation als radikale Verhütungsmethode und vor allem die leidigen Paragraphen 218 und 219a zeigen, dass über Schwangerschaft und Fortpflanzung noch immer keineswegs selbst bestimmt werden kann. Für Ihre Wahlentscheidung könnte deshalb ein Blick in die Wahlprüfsteine des Frauenrats nicht schaden. Es muss im eigenen Interesse von Politik und Gesellschaft sein, für einen würde- und liebevollen und möglichst angstfreien Empfang der neuen Erdenbürger!nnen zu sorgen. Da dürfen wir uns an die freudige Botschaft der Baubo erinnern, die selbst die Fruchtbarkeitsgöttin aus ihrer Depression reißt, zuversichtlich stimmt und zum Lachen bringt. Wir hoffen, dass unsere Leseempfehlungen sowie die Berichte über Ausstellungen und bedeutende Frauen, wenn nötig, Ähnliches leisten können und dass der Veranstaltungskalender und das Heft insgesamt Sie auf viele gute Ideen bringen.

Ihre MATHILDE-Redaktion

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