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Neuer Wind im Magistrat

Ein Kurz-Interview mit Doris Fröhlich, der neuen Stadtverodnetenvorsteherin im Darmstädter Magistrat

Frau Fröhlich, ist es richtig, dass Sie die erste weibliche Stadtverordnetenvorsteherin sind?
Wenn wieder mehr Frauen im hauptamtlichen Magistrat tätig sind, ist dies ein wirklicher Fortschritt.

Ja, ich bin die erste weibliche Stadtverordnetenvorsteherin der Wissenschaftsstadt Darmstadt – aber auch die erste Grüne Stadtverordnetenvorsteherin hessenweit.

Haben Sie ein besonderes Anliegen in Bezug auf ihre Arbeit als Stadtverordnete der Grünen Fraktion?

Als Stadtverordnete wünsche ich mir mehr Grünflächen in der Stadt – auch im Hinblick auf die zunehmende Klimaerwärmung, die in Städten besonders gravierend zu spüren ist. Bei Kosten für die Pflege bereits vorhandenen Grüns und neu zu schaffender Anlagen, wie z.B. die Fassadenbegrünung oder Tunnelbegrünung in der Hügelstraße, müssen wir auch versuchen, Bürgerinnen und Bürger mit einzubinden.

Auch die Offenlegung des Darmbach durch die Stadt kann zur Klimaverbesserung beitragen – auch wenn dadurch Gebührenerhöhungen entstehen können.

Als Mitglied des Denkmalbeirates wünsche ich mir dringend eine denkmalgerechte Restaurierung der Mathildenhöhe – daran wird bereits gearbeitet. Aber auch bei der Diskussion um das Haus Christiansen wünsche ich mir, dass die Empfehlung des Denkmalbeirates beachtet wird: eine Rekonstruktion des ehemaligen Hauses in den Rosen ist nicht ausgeschlossen – sie stellt vielmehr eine notwendige Reparatur des ursprünglichen Entwurfs von Olbrich dar! Dass dabei bei der Detailausbildung deutlich wird, dass es sich um ein Gebäude aus heutiger Zeit handelt, würde den Vorgaben bei der Bewerbung um ein Weltkulturerbe keineswegs widersprechen.

Haben Sie ein besonderes Anliegen die Gleichstellung von Frauen und Männer betreffend?

Durch die paritätische Besetzung von Mandaten und Ämtern kann eine Gleichstellung erreicht werden – dazu müssen Frauen z. B. verstärkt bei Kommunalwahlen von der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens Gebrauch machen. Und den Mut haben, sich auch bei ehrenamtlichen Verpflichtungen einzubringen, sei es im Elternbeirat des Kindergartens oder im Vorstand eines Turnvereins – viele kleine Schritte helfen, die Welt zu verändern.

Wir danken Frau Doris Fröhlich für das Interview.

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