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Suzanne Valadon

Suzanne Valadon wurde 1865 in einem französischen Dorf als uneheliches Kind geboren. Ihre Mutter - eine einfache Frau - zog mit dem Baby nach Paris und brachte sich und die Tochter mühevoll als Putzfrau durch. Mit den Jahren verfiel sie dem Alkohol und die kleine Suzanne trieb sich auf der Straße herum, fast ohne Schulbildung. Gerade Lesen und Schreiben konnten ihr die Klosterschwestern beibringen. Ab dem neunten Lebensjahr arbeitete sie in vielen verschiedenen Stellungen. Mit sechzehn wurde sie Malermodell, große Maler wie Degas und Toulouse-Lautrec haben sie gemalt. Sie bekam mit achtzehn einen Sohn, der später als Maurice Utrillo ein weltberühmter Maler wurde.
Suzanne Valadon wird häufig als "Mutter von Maurice Utrillo" vorgestellt. Dabei war sie selbst eine große Künstlerin mit einem ganz eigenen Stil, ohne je Malunterricht erhalten zu haben. Sie hatden weiblichen Körper aus ihrer eigenen Selbsterfahrung gesehen und gemalt, wie später viele Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Dieser weibliche Ansatz in der bildenden Kunst unterscheidet sich deutlich von der einengenden Vorstellung der Frau aus männlicher Sicht. Suzanne Valadon hatte stets ein starkes Bedürfnis nach Freiheit und lebte auch so. Ihren ersten Partner verließ sie nach 17 Jahren und lebte dann lange mit einem 20 Jahre jüngeren Maler. 1938 starb sie in Paris.

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