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Mädchenleben in verschiedenen Welten Beratung zum Schutz vor Zwangsheirat |
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So nennt sich die neue Beratung, die der Verein Mäander anbietet. Niederschwellig, vernetzt, kooperativ und präventiv soll sie sein. Und so wurde und wird sie, dank der Initiative des Darmstädter Frauenbüros, der Abteilung für Chancengleichheit im Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Interkulturellen Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und weiteren involvierten Abteilungen/Einrichtungen - im Rahmen der Aktivitäten des Netzwerk Gewaltschutz. Das Netzwerk ist bestrebt, lokale Daten zum Thema Zwangsheirat zu
ermitteln. Bundesweit gibt es bislang keine verlässlichen Daten, weshalb
keine aussagekräftigen Zahlen zur Verfügung stehen. Betroffene junge
Frauen selbst sind in einer ausweglosen Situation. Für Kontaktpersonen
im natürlichen Umfeld (Lehrkräfte, Ärzteschaft usw.) ist es schwierig,
angebracht auf eine von Zwangsheirat Betroffene und deren Notsituation
zu reagieren. Mäander sammelte in der Vergangenheit ausreichend Wissen und Erfahrung und zeigte sich somit geeignet als kompetente Anlaufstelle. Die Kontaktaufnahme kann erfolgen per E-Mail, Telefon oder persönlich in der Geschäftsstelle und vor allen Dingen über eine anonyme Hotline. Für dieses Thema sensibilisieren möchte Mäander insbesondere durch Teilnahme an Fachtagungen, Aufklärungsarbeit an Schulen, speziellen Workshops und Vernetzung mit entsprechenden Ämtern. Von Zwangsheirat betroffen sind "in der öffentlichen Wahrnehmung vor
allem türkische und arabische junge Frauen; es wird aber auch von Frauen
aus Süd- und Osteuropa, aus Asien und Indien berichtet, die gegen ihren
Willen unter Zwang heiraten." (Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend, 2008). "Auch wenn diese Zahlen geringfügig erscheinen sollten, ist es jedoch notwendig, für die betroffenen Frauen und Mädchen eine professionelle Anlaufstelle zu installieren, damit diesen adäquat Schutz gewährt werden kann", heißt es in der Konzeption. |
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Frauenbüro Darmstadt
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Anonyme Onlineberatung:
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| Info,
aus dem Archiv des FrauenMediaTurms: www.frauenmediaturm.de |
Mit einer in ganz Deutschland beachteten Straßenaktion fordert
die Frauenaktion 70 die Streichung des § 218. In einem Offenen Brief an die SPD-Familienministerin Käte Strobel treten die Demonstrantinnen zudem für bessere Aufklärung an den Schulen und den leichteren Zugang auch junger und unverheirateter Frauen zu Verhütungsmitteln ein. Unter den über 1.000 UnterzeichnerInnen des Briefes sind auch bekannte Frauen wie die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich-Nielsen, die SPD-Landtagsabgeordnete Dorothee Vorbeck und die Journalistin Ulrike Holler. |